Tahiti und Moorea – 10 Tage im Paradies

Nach 5 Stunden Flug kamen wir im nachts immer noch 26° wunderbar warmen Papeete auf Tahiti  in Französisch Polynesien an. Aufgrund der Datumsgrenze kamen wir einen Tag früher an als wir losgeflogen waren. Was für eine Wohltat nach dem doch oft kühlen Neuseeland.

Manch einer mag ja unken, dass die Südsee kitschig sei. Gleich vorweg, wir fanden es dort so schön, dass wir gerne mal für länger kommen würden. Warum: Landschaft, Berge, das Meer und die Menschen sind einfach wunderbar und die Atmosphäre ist sehr, sehr entspannt.

Wir dachten, dass Tahiti und Moorea ein gehöriges Loch in unsere Reisekasse reissen werden. Deshalb haben wir die Reise dorthin – im Nachhinein leider – auf nur 10 Tage beschränkt. Vor Ort hat sich dann herausgestellt, dass die Inseln gar nicht so teuer sind – wenn man in einem Airbnb privat übernachtet und dort selbst kocht.

Palmenwald auf Tahiti

Französisch Polynesien erstreckt sich über eine Fläche, die fast so groß wie die der USA ist und befindet sich mitten im Südpazifik. Hauptinselgruppen sind die Gesellschaftsinseln mit Tahiti, Moorea und Bora Bora, sowie die Tuamoto-, Marquesa-, Austral- und Gambierinseln.

Das Gebiet ist ein sogenanntes Überseeland von Frankreich. Es hat eine eigene Währung und eine Provinzregierung. Aber man wählte dort den französischen Präsidenten, der auf der anderen Seite des Erdballs regiert. Wir haben dies auch deswegen mitbekommen, da in Frankreich während einer Wahl kein Alkohol verkauft werden darf. Zudem gibt es am anderen Ende der Welt Carrefour Supermärkte mit französischen Leckereien und Gerolsteiner Apfelschorle.

Blick auf Moorea vom Mount Aorai

Tahiti

Mit unserem Airbnb in Puna´auia hatten wir grosses Glück: Vermieterin Francoise war unglaublich nett und hilfsbereit. Die Wohnung ist sehr schön eingerichtet, liegt zentral und hat einen fantastischen Blick auf die Lagune. Francoise kam vor 20 Jahren per Segelboot auf die Inseln und ist dort geblieben. Airbnb ermöglicht es ihr zweimal im Jahr ihre weit entfernte Tochter und Enkeltochter besuchen zu können.

Traumhafter Blick von unserem Airbnb

Mit unserem sündhaft teuren Dacia Sandero (60 EUR / Tag) haben wir die Vulkan-Insel in ca. 120 km umrundet und erkundet. Wir waren überrascht, wie wenig touristisch die Insel Tahiti ist. Meist kommt man durch entspannte Dörfer und trifft die netten Polynesier beim Baden und Picknicken an einem der zahlreichen kostenlosen Strände.

Die Insel bietet eine tolle Mischung aus Meer mit großartigen Schnorchelmöglichkeiten und tollen Dschungelwanderungen.

Wanderung auf den Aorai – 2.066m

Neben dem Meer haben wir uns besonders auf die bis zu 2.200m hohen, steilen und dschungelbewachsenen Berge gefreut. Auf einen dieser Berge geht eine spektakuläre Wanderung, die oberhalb von Papeete auf 600 Metern Höhe startet und sich bis auf den 2.066m hohen Gipfel des Aorai mit einigen Auf- und Abs erstreckt.

Der Weg verläuft anfangs durch unglaublich schönen Dschungel. Besonders schön sind die riesigen roten Blüten des Flammenbaums.
Weiter oben kämpft man sich dann durch scheinbar unendlich lange und z.T. seilversicherte Farn-Passagen, die ganz schön kratzig sein können. Zwischendurch geht es immer wieder über nur meterbreite Grate, die unglaublich steil auf beiden Seiten viele 100 Meter grün bewachsen abfallen.

Viele Lokals machen die Tour in zwei Tagen und übernachten in einer der beiden sehr einfachen, aber mit Trinkwasser ausgestatteten Hütten. Kein Wunder: einige Gipfelaspiranten waren tatsächlich mit Flipflops unterwegs.

Tiefblick auf einen der unglaublich spitzen Grate
Endlich am Gipfel, nach 1400 Höhenmetern durch Dschungel und Farn

Moorea

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Moorea ist Tahitis kleine Schwester und vor allem wegen der türkisfarbenen Strände berühmt. Wir haben dort 5 sehr relaxte Tage in einem luftigen Bungalow direkt über der Openairküche unserer französischen Gastgeberin verbracht.

Moorea beim Resort Tipanier
Kayaken mit Rochen im seichten Wasser vor Moorea
Endlich auch mal ein eigenes Bild für die Fototapete…

Nach nur 10 Tagen mussten wir leider schon wieder Abschied nehmen. Hoffentlich können wir irgendwann wieder kommen und mehr von den Inseln sehen. Die Marquesa- und Tuamotu-Inseln sollen auch traumhaft sein…