Wildcoast und Mdumbi

Transkei

Die Transkei mit der Wildcoast ist das Gebiet unterhalb von Lesotho, dass während des Apartheidregimes als Homeland ausgewiesen wurde und formal staatliche Unabhängigkeit hatte. Man kann das auch anders formulieren: die Weissen waren an dem Landesteil nicht interessiert und haben die dortige Bevölkerung weitgehend sich selbst überlassen. In den 90ern wurde das Gebiet dann wieder in den südafrikanischen Staat eingegliedert. Bis heute meiden weisse Südafrikaner diesen grossartigen Landstrich und die Arbeitslosigkeit ist nach wie vor mit knapp 90%! enorm hoch. Auf der anderen Seite organisieren sich die dort lebenden Xhosa weitgehend selbst in Subsistenzwirtschaft.

Cintsa und Buccaneers

Die Landschaft ist wunderschön: endlose grüne Hügel bis ans Meer und dazwischen verstreute Rundhäuser in bunten Farben.
Wir sind von Addo über die nette Studentenstadt Grahamstown bis hinter East London gefahren und haben am Meer in der schönen Backpacker-Lodge Buccaneers halt gemacht.

Das Buccaneers liegt an einer wunderschönen Flussmündung, die in einen langen Sandstrand übergeht. Auch hier war das Wetter nicht so toll, aber Veronika und ich nutzten die moderaten Temperaturen um am Strand vor tollen Wellen laufen zu gehen.

Blick Cintsa Beach vom Buccaneers Backpackers
Blick vom Buccaneers Backpackers zum Cintsa Beach

Abends haben wir uns über den schönen Brauch im Buccaneers gefreut: Man isst zusammen mit den anderen Reisenden an grossen Tischen und kommt ins Gespräch. Diesmal haben wir viele Neuseelandtipps abgestaubt und die Sicht der Engländer zum Brexit mitbekommen.

Mdumbi

Am nächsten Morgen gings wieder auf die endlose N2 nun ins Herz der Transkei bis kurz vor die Provinzhauptstadt Mthata und dann in Richtung Meer an die Coffee Bay abgebogen. Unser Ziel war das entlegene Mdumbi Backpackers, das zur Hälfte der lokalen Xhosa-Gmeinschaft gehört und  eine Vorschule und weitere soziale Projekte betreibt.

Wir haben uns in eine der einfachen, aber bequemen Rundhütten eingemietet. nachdem Der Regen vom Vortag hielt uns diesmal vom Zelten ab. Die nächsten 3 Tage sind wir viel durch die Dörfer und am Strand entlang gewandert, haben ansonsten viel gelesen und mit den Leuten gequatscht.

Landschaft bei Mdumbi
Landschaft bei Mdumbi

Besonders der letzte Tag im Mdumbi war super: wir sind mit einem der Lokals den ganzen Tag an der Küste entlang gewandert. Zwischendurch hat sich ein kleiner Hund überlegt das grosse Abenteuer auf sich zu nehmen und uns 5 Stunden hin und zurück zu begleiten. Sogar die Überfahrt mit dem Ruder-Fährtboot hat den kleinen Racker nicht abgeschreckt.

Auf dem Rückweg haben wir einen frisch von den Fischern gefangenen, grossen Fisch fürs Abendessen gekauft.

Veronika und der Fisch
Veronika und der Fisch

Und diesen dann tapfer über eine Std. an einem Stock mangels Plastiktüte zurück zum Mdumbi getragen. Dort angekommen waren wir froh, das sich unser Begleiter anbot den Fisch zu filetieren und auch gleich die Hälfte mitzunehmen. 4Kg Fisch waren dann für uns beide doch zu viel. Gebraten hat dieser übrigens vorzüglich geschmeckt.

Küste während der Wanderung
Küste während der Wanderung
Unser zweiter Begleiter
Fischer
Kühe geniessen den endlosen, unbebauten Strand
Bei „The Cave“
Die Katze hätte auch gern was bekommen

3 Kommentare

  1. Tobi

    Hi Ihr!… immer wieder tolle Impressionen von Euch, und ja: auch wissenswerte Excurse über Land & Leute bekommt man angetragen… sehr schön!
    Hier isses schon recht frühlinghaft, der Schnee zieht sich unten zurück, die ganze Woche ist Sonne angesagt… und ganz oben hat´s nochmal ordentlich Schnee draufgehauen.
    Und Sohnemann Linus gedeiht gut… wird jeden Tag fotogener… wie sein Papa halt.
    Sonst alles beim Alten, liebe Grüße

    1. Tobi

      PS: sieht ja bisserl aus wie am Samerberg anno dazumal, da in der Transkei….

    2. Veronika

      Gabs am Samerberg auch Rundhütten mit Elefanten? 😉

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